12.000 Euro sind durch ein Projekt der Fachschule St. Franziskus generiert worden. Dieses Geld ist jetzt drei Lingener Einrichtungen zum Wohle von Kindern übergeben worden: Die Beratungsstelle Logo des Deutschen Kinderschutzbunds freute sich über 6.000 Euro, der Bunte Kreis sowie das Projekt „Kinderlachen hilft heilen“ freuten sich über je 3.000 Euro Spendengeld.


Dr. Ludger Mehring, Leiter der Schule, die für Erzieherberufe ausbildet, begrüßte Vertreter der drei Einrichtungen und übergab das Wort an die Schülergruppe, die das Projekt während einer Unterrichtswoche ausgearbeitet hatte. Das Ziel der Woche sei gewesen, etwas über Projektmanagement zu lernen. „Einzige Rahmenbedingung war, dass Spenden generiert werden sollten. Wodurch und wofür blieb uns überlassen, und somit ist das Ergebnis dieser Unterrichtswoche eine reine Schüleridee“, sagte Schüler Wernke Groß de Wente. „Mit so einer Situation waren wir noch nie konfrontiert gewesen. Dass es dennoch geklappt hat, lag nicht zuletzt daran, dass wir immer wieder an anderen Stellen Unterstützung erfahren haben“, ergänzte Mitschülerin Kerstin Hesselink. Die Vorgehensweise des Netzwerkens habe dazu geführt, dass das Thema der Projektgruppe in der Schule in aller Munde gewesen sei, unterstrichen die koordinierenden Lehrer Martin Hogeback und Josef Santel.


Sponsorenlauf im Mittelpunkt

Die 250 Schüler umfassende Schulgemeinschaft konnte durch verschiedenste Aktionen und Ideen 12.000 Euro zusammentragen. Im Mittelpunkt stand der Sponsorenlauf Mitte September. Es galt, ein Mindeststartgeld von 25 Euro durch Spenden einzuwerben. Befreundete Fußballclubs erputzen Spendengelder, indem sie Schuhe reinigten. Familien spendeten den Inhalt ihrer Sparschweine, und manch einer machte sich „zum Affen, indem er sich zum Clown verkleidete“ und dabei um Münzen bat. „Erziehungsschüler sind nicht unbedingt diejenigen, die das meiste Geld in der Tasche haben, aber auf jeden Fall die, die richtig pfiffig sind. Deshalb haben sie es auch geschafft, so viel Geld zusammenzubekommen“, resümierte Dr. Mehring .


Mit Herzblut gearbeitet

„Das sind Gelder, ohne die wir unsere Projekte nicht machen könnten. Gelder für Kultur und Heilung werden eher weniger. Wir sind jetzt für eine Weile wieder sicherer aufgestellt“, dankte Prof. Bernd Ruping vom Projekt „Kinderlachen hilft heilen“. Dass die Schüler mit Herzblut gearbeitet haben, könne man wirklich sehen, denn „sonst würde man das nicht geregelt kriegen“, so der Eindruck von Heiner Rohoff vom Kinderschutzbund. Dem schloss sich der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin des Bonifatius-Hospitals, Dr. Henry Bosse, an. „Ich bin schwer beeindruckt, mit wie viel Engagement Sie das durchgezogen haben.“


Die Spendenempfänger

Die Beratungsstelle Logo arbeitet präventiv zum Schutz und zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen. Dabei geht es vor allem um Aufklärung über sexuelle, körperliche und psychische Gewalt sowie um Cybermobbing.

Der Bunte Kreis und das Projekt „Kinderlachen hilft heilen“ sind am Bonifatius Hospital angesiedelt. Der Bunte Kreis ist eine Nachsorgeeinrichtung zur Beratung und Begleitung für Familien mit kranken oder zu früh geborenen Kindern. Beim Projekt „Kinderlachen hilft heilen“ besuchen Studierende der Theaterpädagogik des Campus Lingen wöchentlich die Kinderstation und spielen mit den Patienten Theater, Zirkus und vieles mehr.

 

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